Chemnitzer Wandersportverein e.V.

16. Juli 2007

Die Rhön, das Land der weiten Fernen

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GroßaufnahmeEs war mein Wunsch. Ich wollte noch einmal eine Rhönrundwanderung machen, wie ich sie vor etwa 10 Jahren mit Brigitte schon einmal gemacht habe, und die mich damals sehr beeindruckt hatte. Also meldete ich mich bei Harald Krabbes an.

Die Tour begann nicht sehr vielversprechend. Als wir uns am 29.05. um 15:00 Uhr in Gersfeld trafen, goss es in Strömen. Die ersten 6 km sind wir quasi unter Wasser gewandert. Nur gut, dass das Quartier beheizt war, so bekamen wir wenigstens über Nacht die Klamotten wieder trocken.

Start AbendbrotStart zur 1.Wanderung

Kein Wunder, dass der erste Blick am nächsten Morgen dem Himmel galt. Da kam die Überraschung. Am Himmel war keine Wolke zu sehen, die Sonne schien zu uns herab, die Luft war kühl, aber wunderbar klar. Daran änderte sich auch in den nächsten Tagen nichts. Zwar kamen ab und zu Wolken, aber die waren angenehm, da sie etwas die Hitze nahmen und es wehte immer ein leises Lüftchen.

Enzianhütte RastKrone in SeifertsAbendessen in der KroneEin erschöpfter Wanderer

Schön war es auch, dass die Wanderer, wir hatten uns zum großen Teil erst am Start kennen gelernt, zusammenpassten. Die ganzen Tage über herrschte eine kameradschaftliche Atmosphäre. Da wir einen Rheinländer aus der Nähe von Köln unter uns hatten, gab es auch viel zu lachen.

Die Rhön ist eine einzigartige Mittelgebirgslandschaft. Die Wanderung führte uns über ihre charakteristischen Basaltkuppen, durch zwei der bekanntesten Hochmoore, und durch blühende Felder und Wiesen. Letztere waren oft so bunt, dass man minutenlang schauen musste. Es war ein Glück, dass wir eine Hobbybotanikerin unter uns hatten, so lernten wir Trollblumen, Knabenkrautorchideen, Türkenbundlilien und vieles mehr kennen. Dabei kamen wir nacheinander durch drei Bundesländer, Hessen, Thüringen und Bayern. An der Landschaft merkte man das nicht, aber abends beim Essen. So gab es hessischen Zwiebelploats, Thüringer Klöße und Lammkeule vom Rhönschaf. Unterschiedliche Biere, Apfelwein und Waldmeisterbowle rundeten das Essen ab.

Auch die Kultur kam nicht zu kurz. Wir besuchten das Rhönzentrum auf der Wasserkuppe und das Heimatmuseum in Fladungen. In einem Quartier ließen wir uns auch die Geheimnisse der Herstellung von Apfelcherry erklären, natürlich mit Verkostung.

Die Quartiere waren unterschiedlich. Von der modernen Hütte über solide Gasthöfe bis zum romantischen Jagdschlösschen war alles darunter. Man konnte sich aber überall wohlfühlen.

Zur guten QuelleDie beiden PflegerHilfestellung...RastHolzberghofAbschlussfoto

Es waren schöne Tage. Meine Erwartungen wurden erfüllt und ich war froh, dass ich alles gut überstanden habe. Adieu Rhön.

Joachim du Puits

(Dazu die Bilder: Fotos: J.H. Norderstett)