Chemnitzer Wandersportverein e.V.

18. April 2008

Rechtzeitig dem Sturmtief Melli entronnen!

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Anmerkungen zur Osterwanderung am Gründonnerstag

Die 32 Wanderer wollten ihren Augen nicht trauen, als sie bei wunderbarem Sonnenschein am Haltepunkt Zwönitztalbahn einen Skiläufer vorbeigleiten sahen. Laut Kalender war ja eigentlich am 20. März der kalendarische Frühlingsanfang und der Wetterbericht hatte auch nicht gerade positive Aussichten vorausgesagt.Vorbei am schön sanierten Bergmeistergut und der Johanniskirche in Niederzwönitz wanderten wir auf der ökologisch vorbildlich sanierten Kärnerstraße und der alten Zwönitz-Geyerischen Straße zur Galgenspitze. Diese zweithöchstgelegene Erhebung von Zwönitz (309 m NN) bot uns einen umfassenden Rundblick ins Zwönitztal, zum Geyerischen Wald und zum Ziegenberg mit der Holzfigur vom Reiter ohne Kopf. Der „Osterhase“ hielt den mutigen Wanderern hier bei der Trinkpause auch ein kleines „Leckerli“ bereit.

Bei dem nachfolgenden Anstieg durch den 20 – 30 cm verschneiten Zwönitzer Stadtwald zur Schutzhütte in 713,5 m NN erreichten wir alle die entsprechende „gefühlte Betriebstemperatur“ eines Frühlingstages. Somit hatten wir den höchsten Punkt unserer Tour erreicht und die Sonne sowie die tief verschneiten Fichten belohnten uns für unsere Mühen. Am Buchberg vorbei gelangten wir über den Günsdorfer Weg an die Ortsgrenze von Günsdorf, einem Stadtteil von Zwönitz. Links folgend, auf dem Hormersdorfer Weg, bot sich ein wunderbarer Blick über die verschneiten Freiflächen bis zum Eisenweg, dem Fichtelbergblick und dem Streitwald. Ein kräftiger Wind sorgte für eine kostenlose Gesichtskosmetik.

Im Heimatmuseum Knochenstampfe Dorfchemnitz besuchten wir die sehenswerte Ostereiersammlung. Ziel und Titel unserer Wanderung war ja speziell die Vitrine mit den Ostereiern, die erotisch darstellende Motive zeigte.
Nach ca. 4 km erreichten wir über den Pionierweg und die Miniaturschauanlage Rentnersruh den Bahnhof von Thalheim, das Ziel unserer winterlichen 15 km langen Frühlingswanderung. Auf der Rückfahrt nach Chemnitz bestätigten mir die strahlenden Augen der Wanderer, dass es eine schöne Tour war.

Petrus haben wir ein Schnippchen geschlagen. Gespräche mit Wanderfreunden, die den Tag in Chemnitz verbrachten, bestätigten mir die Aussage von Dorle Scheffler bezüglich der Wettersituation in Chemnitz, die da lautete: “ Düster, trüb und es hat sehr viel geschneit.“

Lothar