Chemnitzer Wandersportverein e.V.

25. September 2010

Über die Hirschsteigkoppe zu einem gar zauberhaften Schloss

Abgelegt unter: Berichte

Auf das Wetter haben wir bei unseren Wanderplanungen leider keinen Einfluss. Bis in den frühen Morgenstunden Starkregen dazu schlechte Wettervorhersagen. Ergebnis: 14 Wanderfreunde fanden sich zur erstmals angebotenen Wanderung zum Schoss Kuckuckstein auf den Bahnhof in Chemnitz ein.

Gegen 9:45 Uhr starteten wir am Bahnhof in Niederschlottwitz. Zu Beginn ein erster kurzer steiler Anstieg zur 1000-jährigen Eibe – tatsächliches Alter des prächtigen Baumes laut Literatur etwa 500 Jahre. Auf schmalen Waldwegen ging es dann weiter zur Hirschsteigkoppe. Leider war aufgrund des Wetters, immerhin blieb es im Wesentlichen trocken während unserer Tour, der Blick über das Müglitztal zu Luch- und Geisingberg nicht besonders gut.

Den immer wieder schöne Blicke übers Tal ermöglichten Edelmannsteig folgend überquerten wir den Lederberg (447 m hoch, Aussichten in Richtung Sächs. Schweiz und übers Müglitztal möglich). Zahlreich blühende Heidesträucher aber auch Bänke säumten den schönen Bergpfad. Entlang der alten Eisenstraße wandten wir uns dann vom Müglitztal ab und dem Seidewitztal zu. Aufgrund einer Wegsperrung wurde ein kleiner Abstecher zum Ort Seitenhain notwendig. Der Himmel zeigte mittlerweile erste blaue Aufhellungen, zudem waren unter anderem Königstein, Lilienstein aber auch der Dresdner Fernsehturm gut sichtbar. Bergab im Seidewitztal angekommen, wanderten wir an der sanierten Schneckenmühle (heute Kinderbetreuungseinrichtung) vorbei, bevor es kurz aber steil die Weiberrutsche aufwärts (keine Zwischenfälle) auf den schmalen aber schön angelegten Walter Jobst Lehrpfad hoch über den Seidewitztal nach Liebstatt ging. An der kleinen Bastei verweilten die Gruppe kurz um bald danach die kleinste Stadt Sachsen also Liebstadt zu erreichen.

Schloss Kuckuckstein, einige kannten die bis 1990 ausgestrahlte Fernsehsendung „Zauber auf Schloss Kuckuckstein“ noch begrüßte uns von weitem. Für eine Besichtigung des Schlosses reichte der Zeitrahmen leider nicht aus. Über den Markt, an der Kirche vorbei liefen wir dann bergauf in Richtung Rotes Vorwerk und zur Martersäule. Wir verließen somit das Seidewitztal und gelangten auf Wald- und Wiesenwegen zurück ins schöne Müglitztal. Etwa 22 km waren zurückgelegt. Vom Bahnhof Oberschlottwitz traten wir die Heimfahrt an.

Bleibt nur eins zu hoffen besseres Wetter für die kommende Tour. Aber erneut hatte sich gezeigt, Mut wird belohnt, abgesehen von nassen Wegen blieb es sonst weitgehend trocken.

Jürgen