Chemnitzer Wandersportverein e.V.

4. Juli 2011

Weinwanderweg von Meißen elbabwärts nach Diesbar-Seußlitz

Abgelegt unter: Berichte

Am Bahnhof in Meißen starteten wir unsere Wanderung. Zunächst wurde auf das Geburtstagskind angestoßen, bevor es leicht bergan zum Ratsweinberg ging.

Wanderroute 1032763 – powered by Wandermap

Von der nahen Aussicht hat man einen schönen Blick auf das linkselbische Meißen mit der Albrechtsburg. Diese sollten wir heute aus unterschiedlichen Blickrichtungen noch oft zu sehen bekommen. Ein Stück entlang der Elbe, dann an Weinbergen die Katzentreppen aufwärts zu den Rebhängen des Proschwitzer Katzensprunges. Die Weinberge, mit blühenden Rosenstöcken umsäumt, bieten einen schönen Anblick.

Es folgte ein Abstecher zur Benno-Kanzel (Aussicht), bevor wir den Ort und das Schloss Proschwitz erreichten. In der gepflegten Anlage mit Schlosspark finden regelmäßig Veranstaltungen statt.

Unser weiterer Weg führte uns durch kleine uns bislang unbekannte Dörfer mit vielen historischen Gebäuden. Doch schon bald hatten wir das erste Wappentor zu den Lippeschen Weinbergen erreicht, die wir, der Weinwanderwegmarkierung folgend, durchquerten. Schöne Blicke ins Elbtal und auf die gegenüberliegenden Orte waren möglich.

Von weitem grüßte der Kirchturm von Zadel, in dem gepflegten Ort lenkten wir unsere Schritte zum Weingut der Familie des Prinzen zur Lippe. Auch hier ist man herzlich willkommen, der historische Gebäudekomplex komplett saniert, eine Gaststätte lädt ein.


Am Wegesrand fanden wir immer wieder Erklärungen zum Weinanbau, zu den Ortschaften und Sehenswürdigkeiten. Schon bald sahen wir erneut Weinberge, mittendrin in schöner Lage den Winzerhof Golk (Aussichtsterrasse), dahinter der Golkwald.

Nachdem wir das Waldstück gequert hatten, wanderten wir in Richtung durch Löbsal zur Goldkuppe. Doch zuvor kehrten wir an der Straße am Brummochsenloch bei „L`ami Fritz“ ein. Das Winterhaus aus dem 18. Jahrhundert war trotz bedrohlich dunkler Wolken am Himmel auch im Gastgarten gut gefüllt. Um ein Gläschen Wein zu trinken waren jedoch für uns Wanderer noch Plätze frei.

Unser Weg führte uns anschließend nochmals aufwärts, wir nutzten dabei nicht die mitten durch den Weinberg führenden teils im schlechten baulichen Zustand befindlichen Stufen, sondern den Weg. Durch Weinberge wandernd, konnten wir dann von der Aussicht auf der Goldkuppe bereits den nahe gelegenen Ort Niederlommatsch auf der anderen Elbseite und zudem Schloss Hirschstein sehen.
Dann plötzlich standen wir vor der Heinrichsburg mit herrlicher Aussicht auf das Elbtal und den Ort Seußlitz, zudem das Schloss mit dem umgebenden Park und gegenüber auf der Höhe der Luisenburg (Winzerhaus). Einfach toll. Für Weinliebhaber war in der Heinrichsburg nochmals Gelegenheit in aller Ruhe ein Gläschen sächsischen Wein zu trinken, was viele auch nutzten. Nach einem Bummel durch die Parkanlagen, zum Schlossteich und zur Kirche waren letztlich ca. 22 km absolviert.

Für die 35 Teilnehmer, darunter 10 Gäste, hieß es dann: Fährüberfahrt nach Niederlommatzsch, Busfahrt nach Riesa, Zugfahrt bis Chemnitz.

Trotz kurzer Regenschauer: Die Meinung der Wanderer war einhellig – eine herrliche Landschaft mit so vielen Weinanbauflächen und schönen Ortschaften, der Aufwand (Fahrtdauer) hat sich wirklich gelohnt.

Bis zum nächsten Mal.