Chemnitzer Wandersportverein e.V.

15. November 2017

Mit schönen Ausblicken zum Weltende

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Vereinswanderfahrt 2017

Unsere Vereinswanderfahrt führte uns in diesem Jahr in den Westerwald. Wir wollten den Westerwaldsteig, einen seit 2009 ausgewiesenen Qualitätswanderweg, näher kennenlernen. Er führt über ca. 235 km von Herborn (Hessen) im Dilltal gelegen bis nach Bad Hönningen am Rhein (Rheinland-Pfalz).
Unser Quartier hatten wir für 10 Tage im Nistertal im Hotel Rückert, direkt am Westerwaldsteig gelegen, aufgeschlagen. Zu den Ausgangsorten der täglichen Wanderungen fuhr uns der Reisebus, der die komplette Zeit mit vor Ort war.

Start des Westerwaldsteiges ist der Marktplatz in Herborn, die Stadt hat eine der besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen in Deutschland. Bereits am 2. Tag erreichten wir mit der Fuchskaute (657 m), die höchste Erhebung des Westerwaldes. Hier führt übrigens auch der Rothaarsteig vorbei. Mit Hachenburg, einer Stadt mit zahlreichen Fachwerkhäusern, lernten wir auch die „Perle des Westerwaldes“ kennen. Weitere Höhepunkte auf unseren Wanderungen waren die Holzbachschlucht, das „Deutsche Eck der Kroppacher Schweiz“, also der Nisterzusammenfluss, sowie die letzte Etappe von Waldbreitbach nach Bad Hönningen am Rhein, wo wir teils auf dem Limes, ebenfalls ein Qualitätswanderweg, unterwegs waren. Am Caput Limitis, der Römerwelt vor Bad Hönningen, endet zugleich der Westerwaldsteig.
Natürlich konnten wir nicht den kompletten Westerwaldsteig erwandern, dazu war die Zeit zu knapp. Gewandert wurde in der Regel in 2 Gruppen je nach Kondition, etwa 13 bis 20 km täglich. Die Wanderwege waren zu 90% naturbelassen oft schmale Pfade, so auch der Naturpfad „Weltende“ in der Kroppacher Schweiz, auch ein Höhepunkt der Tour.
Wir sind an einer Reihe von stattlichen Klosteranlagen mit teils sehenswerten Klostergärten vorbeigekommen wie dem Kloster Marienthal, das Kloster Marienstatt und das Kloster St. Josefshaus in Hausen. Immer wieder boten sich wir auf unseren Wanderungen schöne Weitblicke. Negativ anzumerken ist, das zahlreiche ausgewiesene Gaststätten aus den unterschiedlichsten Gründen leider geschlossen waren. Zum Glück erwartete uns täglich nach Abschluss der Wanderungen im Hotel Rückert ein zünftiges Abendbrot.

Am Ruhetag haben wir einen Ausflug nach Limburg an der Lahn unternommen. Eine Stadtführung sowie die Besichtigung des Domes standen unter anderem auf dem Programm. Zudem blieb neben den Wanderungen auch noch Zeit für einen Abstecher nach Dillenburg, um hier vor allem den Wilhelmsturm und die historische Innnestadt zu besichtigen.

Abends bot sich uns die Gelegenheit im hoteleigenen Bad zu schwimmen oder beim Kegeln eine ruhige Kugel zu schieben.

Mit dieser Vereinsfahrt haben wir erneut eine weitere landschaftlich schöne Gegend in Deutschland kennengelernt. Nun heißt es bereits, was folgt im kommenden Jahr?

Jürgen und Kerstin Müller