Chemnitzer Wandersportverein e.V.

22. September 2019

Etappenwanderung auf dem Panoramaweg Schwarzatal

Abgelegt unter: Berichte

Wanderwoche vom 22.09 bis 28.09.2019.

Wandern im grünen Herz Deutschlands? Da machen wir mit, sagten sich 15 Wanderfreunde und meldeten sich bei Wanderleiterin Kristina Beyerlein an.

Mit dem Sachsenticket reisten wir in knapp 3 Stunden nach Bad Blankenburg. 

Da wir sehr zeitig dort eintrafen, stiegen wir bei sonnigem Wetter zur Burg Greifenstein hinauf und von da aus zur Mündung der Schwarza in die Saale hinab und legten knapp 16 km und 333 Höhenmeter in 5:40 Stunden zurück.

Für die Wanderung am Tag 2 nach Schwarzburg mit fantastischen Ausblicken ins Tal benötigten wir 5:37 Stunden und überwanden dabei ca. 13 km und 400 Höhenmeter.

Die meisten Höhenmeter, nämlich 836, bewältigten wir auf der ca. 20 km langen Wanderung am Tag 3 nach Cursdorf. Wir waren 7:20 Stunden unterwegs. Am Ende der Wanderung sind wir mit der Oberweißbacher Bergbahn von Cursdorf nach Lichtenhain und von da aus mit der Standseilbahn nach Obstfelderschmiede gefahren. Dass wir für den Rückweg ebenfalls die Bahnen benutzten, dürfte nach der zurückgelegten Strecke niemanden wundern. Zur Belohnung für unsere Anstrengungen erwartete uns am Ende der Wanderung das Hotel “Im Kräutergarten“ mit ausgezeichnetem Essen.

Die längste Wanderung führte am Tag 4 über ca. 25 km und immerhin auch 620 Höhenmetern nach Mellenbach-Glasbach. An diesem Tag war das Wetter sehr wechselhaft, so dass uns sowohl die die Herbstsonne als auch der Regen begleiteten. Vier Wanderfreunde sagten uns in Schwarzmühle kurzzeitig „Auf Wiedersehen“ und legten die letzten Kilometer mit der Schwarzatalbahn zurück. Die verbliebenen 12 Wanderfreunde der Wandergruppe waren insgesamt 7 Stunden unterwegs.

Am Tag 5 wanderten wir über ca. 17 km und 580 Höhenmeter wieder nach Schwarzburg zurück. Das Wetter war während der 6:20 Stunden Wanderzeit freundlich zu uns. Erst am Abend kam der lange angekündigte Regen. Da die Thüringer Küche im Hotel uns während des ersten Aufenthaltes gar nicht überzeugt hatte, reservierte uns unsere taffe Wanderleiterin 16 Plätze in der Pizzeria. Ausnahmslos alle waren sehr zufrieden mit Essen und Trinken und dem gesamten Service.

Tag 6 begann am Morgen mit Regen. Aber was soll`s? Bei schönem Wetter wandern kann jeder und richtige Wandersleut´ sind auf alle Wetterlagen eingerichtet. Während der ca. 16 km langen Wanderung nach Bad Blankenburg, bei der wir nur 160 Höhenmeter überwinden mussten, hieß es im Wechsel Regenzeug anziehen und ausziehen, da die Regenschauer uns während der 6 Stunden Wanderzeit treu blieben. Aber dieser letzte Wandertag sollte noch ein ganz besonderes Erlebnis für uns bereithalten: am „Fürstenstand“, einem Aussichtspunkt mit weitem Blick ins Schwarztal, röhrten zwei Hirsche am lichten Tag um die Wette. Diese Rufe begleiteten uns lange, da der Wanderweg in einem Bogen über die Teufelstreppe zum Griesbachfelsen führte. Für viele Wanderfreunde war es das erste Mal, dass sie die urigen Brunftrufe des Königs der Thüringer Wälder in der Natur und nicht im Fernsehen oder Radio hören konnten. Alle gelangten wohlbehalten nach Bad Blankenburg, einem kleinen Städtchen in traumhafter Lage mit leider fast ausgestorbenem altem Stadtkern.

Fazit: Wir erlebten sehr angenehme Tage traumhafter Natur. Dabei legten wir 105,6 km in 37:40 Stunden zurück und überwanden 2929 Höhenmeter. Das Wetter hat es insgesamt ganz gut mit uns gemeint. Die Organisation war perfekt, die Wandertruppe prima.

Leider war die Thüringer Gastlichkeit nur an manchen Stellen so ausgeprägt, wie wir uns das erhofft hatten.

Katja Schumann