Chemnitzer Wandersportverein e.V.

Harzreise

           Harzer Hexenstieg 29.08. – 08.09.2022

 

Wiederum, es ist soweit,

es ist Kerstins Reisezeit.

End` August, im 12. Jahr,

zieht die „Chamtzer“ Wanderschar

diesmal Richtung Norden,

in den Harz mit seinen Orten.

Die Chefin zeitgemäß bestellte

Quartier für uns in Hasselfelde.

In gar gekrönter Schänke,

prima Platz für Speis` und Tränke,

dergestalt wir wohnen,

im Hotel „Zur Krone´n“.

Der Harzer Hexenstieg´t

zehn Tage uns am Herzen liegt.

Von Osterode – Ost gewandt –

bis Thale – Hexen – Ursprungsland.

Der Harz – leider recht geschändet,

ganze Wälder sind verendet,

kahle Flächen weit und breit

Borkenkäfers Lebenszeit.

Frost und Stürme, nicht zu klein,

wüten auf die Landschaft ein.

Aber dort, wo Eich´ und Buche sprießen,

schöner Wald ist zu genießen.

Entlang des Weges könn´ wir seh´n

lieblich Täler, sanfte Höh´n,

insgesamt sehr schöne Tour,

in markanter Bergnatur.

Hasselfelde – nach Bekunden

zwischen Harz oben und unten,

feiert 800 Jahr´ städtisches Recht,

wir feiern mit und das nicht schlecht.

 

Den Brocken in ganzer Größe

hinauf zu Fuß und mit Dampfgetöse.

Von Jemandem kann man lesen,

der früher dort gewesen:

Müde Beine

Saure Weine

Aussicht keine

Heinrich Heine (1822)

Wir dagegen schreiben hin

mit gar fröhlich Sinn:

Flotte Beine

Bier statt Weine

Aussicht feine

nicht alleine

im Vereine (CWV 2022)

Goetheweg, den wir gegangen,

Tage drauf ist er umfangen

von heftig Flammenmeer.

Tapfer kämpft die Feuerwehr.

Gesperrt das ganze Brockenstück,

wir hatten somit riesig Glück.

Wie beim Wetter keine Klage,

Sonnenschein an jedem Tage.

Hexen aller Art wir sehen,

fürchterlich am Wegrand stehen.

Erfährt aus früherer Zeit,

wie Harzer Frau`n mit Holzgescheit,

40 Kilo auf dem Pelze,

schleppen dies zur Silberschmelze.

Als „Harzkamele“ sie betitelt,

hohe Achtung sei vermittelt.

Gleichermaßen unsere Alten

wahre Wunderwerke sie gestalten.

Wassergräben, Teichsysteme,

damit das Wasser dorthin käme,

wo gebraucht für Erz- und Kohlefunde,

zu bergen aus der Erdens Schlunde.

Den ganzen Tag auf Wandertour

entlang der Gräben Wegespur,

abends trotzdem froh und frisch

Grill mit Tanz im „Rebentisch“.

Eine Tour mal kurzerhand

von Königshütt´ nach Rübeland,

„Hoher Kleef“ – nur die Besten ihn erstiegen,

zum Lohn den Stempel „88“ kriegen.

Wir wandern auch zum Entensumpf,

leicht geschafft – Triumph, Triumph.

Kalt und warm, gerappt` und echte Bode,

gestautes Wasser sehr in Mode,

Köhlerpfad und Eselsweg,

Hängebrücke, Schierkesteg,

Altenbrak und Altenau,

am Ende sind wir harzfuchsschlau.

Die jährlich´ Tagesfahrt mit Bus

nach Goslar, steht am Gosefluss.´

Wie in Speyer, Worms erleben wir

Heinrich I bis Heinrich IV.

Wenn Kaiser auf der Walz,

Abendruh in Kaisers Pfalz.

Goslar – Stadt seit 1000 Jahren,

mit Führung wir erfahren

in romantisch Straßenrunden,

wo das Gosebier erfunden.

Dargestellt am Markte,

wie Bergmannsfleiß erstarkte

die Mittelalterstadt,

die viel Erz und Kohle hat.

Das Glockenspiel mit tönend Sinnen

zeigt, wie Bergleut dies gewinnen.

In Wöltingerode Klosterpause,

mit Geist und Gin Verkostungssause.

Stopp danach in Romkerhall,

mit und ohne Wasserfall.

Nah dabei ein Königreich,

klein und rätselhaft zugleich.

Vorletzt´ Tour im Bodetal

Hexenplatz und Rosstrapp` oben,

abends dann im Speisesaal

Tische werden weggeschoben.

Rosi singt, macht Tanzmusike,

für die Wandersleute-Clique.

Der letzte Tag geändert nur

Wernigerode – Regenprognoseausweichtour.

Mit der Schlossbahn durch die Stadt

etwas Lustig-Seltnes hat.

 

Am Schluss der schönen Reise,

sagen wir – und dies nicht leise:

Herzlich Dank dem CWV,

voran dem Müller seiner Frau,

aber alle sind gemeint,

die im Führungsteam vereint !

Und mancher nun sogar,

träumet schon vom nächsten Jahr.

Text: JH

Bild: HD