
Das größte, aller 5 Jahre stattfindende europäische Wanderfest, fand vom 20.09.26 bis 27.09.26 erstmals grenzüberschreitend in Deutschland und Tschechien statt, es hat uns begeistert.
Wir 9 Chemnitzer, 8 Vereinsmitglieder und 1 Gastwanderin, erlebten unvergessliche Tage auf ganz unterschiedlichen Wandertouren. Die Organisatoren haben hervorragende Arbeit geleistet. Katja und Helga hatten daran als Wanderleiter auch ihren Anteil. Besonders Helga, die fünf Mal als Wanderleiter im Einsatz war.
Wir hatten uns als Wandergruppe vor allem für Touren auf tschechischer Seite angemeldet, weil wir durch den sehr guten Bustransfer in Gegenden gelangen konnten, die wir als Gruppe nur schwer erreicht hätten. Diese Auswahl erwies sich als goldrichtig. Wir wanderten durch eine wenig besiedelte, fast unberührte Naturlandschaft und erhielten durch die tschechischen Wanderleiter sehr interessante Informationen zur Region und zur jüngeren Geschichte.
EURO steht für Europa und RANDO , aus dem Französischen, für Wandern. So erlebten wir es auch. Europa war im Erzgebirge wandern.
Gemeinsam mit vielen Tschechen, mit Engländern, Französinnen und immer lustigen Spaniern, Schweizern und Slowenen waren wir unterwegs. Wer nach den Wanderungen Lust auf Musik und Unterhaltung hatte, konnte jeden Abend an der Freilichtbühne Veranstaltungen besuchen.
Den Abschlusshöhepunkt bildete der EURORANDO Festumzug am 27.09.26. Am Grenzübergang wurde das „Steinerne Herz Europas“ mit einer Metallstele enthüllt. Die Wanderer legten mitgebrachte Steine aus ihrer Heimat hinein und formierten sich dann zum Festzug von Boži Dar nach Oberwiesenthal. Wir waren um die 2000 Wanderer, eingerechnet auch die Teilnehmer des 123. Deutschen Wandertages, der vom 24.09.26 - 27.09.26 auch in Oberwiesenthal stattfand. Auf der alten Poststraße, bei schönstem Sonnenschein, zog die Wanderschar nach Oberwiesenthal, immer wieder begrüßt von Zuschauern und unterhalten von Musikern am Wegesrand.
Als Chemnitzer Wandersportverein waren wir mit einem Namensschild auch gut erkennbar und viele Schaulustige jubelten uns zu, es war einfach schön.
An der Freilichtbühne in Oberwiesenthal erlebten wir dann den Höhepunkt des Abschlusszeremoniells. Mehr als 800 Habit- und Trachtenträger von Berg- und Hüttenvereinen und mehrere Berg- und Hüttenkapellen marschierten durch Oberwiesenthal zur Freilichtbühne und versammelten sich dort.
So viel Bergmannstradition auf einmal hatte Oberwiesenthal noch nicht erlebt, bemerkte der Bürgermeister der Stadt. Traditionelle Bergmärsche und natürlich der gemeinsame Gesang des Steigerliedes schufen eine wunderbare und unvergessliche Atmosphäre.
Es waren für uns erlebnisreiche Tage, finanziert durch die Europäische Wandervereinigung, hervorragend organisiert und durchgeführt dank des persönlichen Engagements hunderter ehrenamtlicher Helfer.
Euer Arndt





